Der Gimp 2.10

Das neue Interface des Gimp 2.10 im Einfenster-Modus

Vorbemerkung

Ich bespreche hier die Linux-Version des Gimp 2.10, da ich seit 2002 nur noch Linux installiert habe. Im Prinzip dürfe diese Besprechung aber auch für Windows-Anwender hilfreich sein, beziehe ich mich doch lediglich am Anfang auf Linux-spezifische Kommandos.

Installation

Als ich vor ein paar Tagen über ZDNet gelesen habe, dass der Gimp 2.10 endlich erhältlich ist, wollte ich ihn natürlich sofort ausprobieren. Da die Version 2.10 aber in den Ubuntu-Quellen nicht enthalten ist (und es auch in Zukunft nicht sein wird), habe ich nach einer anderen Lösung gegoogelt. Schließlich habe ich mich entschieden, es über flatpack zu versuchen. Ich benutze ja Ubuntu 18.04 (Bionic Beaver); ergo war das erste, dass ich in einer Shell ‚sudo apt-get install flatpack‘ eingegeben habe. Darauf folgte die Zeile ‚flatpak install https://flathub.org/repo/appstream/org.gimp.GIMP.flatpakref‘. Als das erledigt war, wollte ich den Gimp starten, aber auf die Eingabe von ‚gimp‘ passierte leider gar nichts. So habe ich in einem Ubuntu-Forum gepostet und, da ich nicht sofort eine Antwort erhalten habe, wiederum Google bemüht. Über Google habe ich dann die Lösung gefunden: Gestartet wird der Gimp über ‚flatpak run org.gimp.GIMP‘. Daraufhin startete der Gimp nach kurzer Wartezeit.

Erste Eindrücke

Als ich das erste Mal das neu gestaltete Interface des Gimp sah, war ich etwas irritiert, ist es doch ganz in Dunkelgrau gehalten. Das kann man über Bearbeiten > Einstellungen > Oberfläche > Thema zwar ändern, aber ich muss zugeben, dass ich das Interface des Gimp 2.8.22 schmerzlich vermisse. Die hellen Icons sind nur noch einfarbig, das gesamte Icon-Set wurde neu gestaltet. Man kann jedoch – über Bearbeiten > Einstellungen > Oberfläche > Symbol Thema auch farbige Icons definieren. So sind insgesamt 16 verschiedene Kombinationen aus Thema und Icons möglich. Dazu kommt noch, dass man die Größe der Icons anpassen kann. Es gibt jetzt auch einen Einfenster-Modus, obwohl ich selbst bisher gut mit den verschiedenen Fenstern des Gimp zurechtgekommen bin.

Der Werkzeugkasten des Gimp 2.8Ich persönlich finde jedoch, dass das alte Interface vom Gimp 2.8 besser war: klarer, übersichtlicher, auch die Icons waren meiner Ansicht nach besser gestaltet.

Ich hatte mir schon gedacht, dass mit Version 2.10 auch ein neues Icon-Set kommen würde. Meiner Meinung nach hätten hätten die Gimp-Entwickler statt dessen lieber das Text-Werkzeug optimieren und das Anti-Aliasing verbessern sollen. (Das Textwerkzeug wurde zwar überarbeitet, ist aber meiner Ansicht nach noch längst nicht optimal.) Die gute Nachricht: Durch Auswahl des Themas „Light“, des Icon-Sets „Legacy“ und des Zweifenster-Modus kann man/frau annähernd das Interface des Gimp 2.8 wiederherstellen.

GEGL

Abgesehen vom Interface ist beim Gimp 2.10 auch neu, dass praktisch alle Funktionen nach GEGL portiert wurden. Das bedeutet unter anderem, dass – nach langer, langer Zeit – endlich 16- und 32-bit Farbtiefe pro Kanal realisiert wurden. Damit rückt der Gimp ein ganzes Stück zu Photoshop auf, der diese höheren Farbtiefen ja schon eine ganze Weile unterstützt.

Werkzeuge

Waren im Gimp 2.8 noch 34 Werkzeuge verfügbar, so sind es im neuen Gimp 2.10 nur noch 28. Hinzugekommen ist das ‚Vereinheitlichte Transformationswerkzeug‘, mit dessen Hilfe man die zu bearbeitende Grafik stufenlos skalieren oder auch verzerren kann. Das von mir bereits mehrfach bemängelte, weil nicht so komfortable Textwerkzeug wurde ebenfalls – endlich – verbessert. Beim Lasso-Werkzeug, im Gimp ‚Freie Auswahl‘ [F] genannt, muss man nach getätigter Auswahl in diese hineinklicken, damit die „Ameisen“ erscheinen und man mit der Auswahl arbeiten kann.

Filter

Die Filter sind, soweit ich gesehen habe, 1 : 1 vom Gimp 2.8 übernommen worden. Was jetzt fehlt, ist das G’MIC Plug-in, das eine Vielzahl an nach Funktionalität gruppierten Filtern bereitstellt. Ich muss sehen, wie bzw. ob ich das nachinstallieren kann.

Fazit

Nach langer Wartezeit hat der Gimp mit dem neuen Release 2.10 einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht. Auch wenn das neue Interface nicht so ganz mein Geschmack ist, werde ich doch weiter mit dem Gimp arbeiten, kenne ich ihn jetzt ja schon seit 16 Jahren, als ich von Windows 98 sukzessive auf Linux umgestiegen bin. Seit damals hat der Gimp wirklich einen großen Schritt nach vorn gemacht und steht jetzt mit der neuen Version im Vergleich zu Photoshop gar nicht so schlecht da.
Ich habe ja inzwischen Photoshop CS2 installiert, und auch wenn das nicht die aktuellste Version ist, kann ich teilweise wenigstens doch einen Vergleich ziehen. Ich habe dabei festgestellt, dass ich inzwischen lieber mit dem Gimp arbeite als mit Photoshop , bei dem ich zuerst einmal die ganzen Tastaturkürzel lernen muss. Das kann sich aber, wenn ich mich mehr mit Photoshop beschäftige, auch wieder ändern.

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Ist das ein Virus?

Aufforderung zur Aktualisierung unter Ubuntu 18.04

Ich habe ja seit nunmehr 2004 Ubuntu Linux installiert, mit dem ich auch sehr zufrieden bin. Alle paar Tage bekomme ich ein Pop-Up-Fenster, das mich auf zu aktualisierende Pakete hinweist. Heute nun kam auf einmal das obige Fenster, das mich insofern mißtrauisch macht, als da überhaupt kein Software-Paket angegeben ist; lediglich, dass etwas über 12 MB von irgendetwas heruntergeladen werden sollen. Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie macht mich das mißtrauisch. Ist das am Ende ein erster Ubuntu-Virus??? Ich werde jedenfalls mal in einem Ubuntu-Forum posten, um die Meinung anderer zu hören.

Gimp 2.10: Das Interface

Eine der Neuerungen beim Gimp 2.10 betrifft das Interface. Neben einem komplett neu gestalteten Icon-Set ist das Interface nun per Standardeinstellung dunkelgrau. Das läßt sich aber so anpassen, dass man/frau den Look des Gimp 2.8 wiederherstellen kann. Neben den vier Einstellmöglichkeiten für die Interface-Farbe stehen nämlich auch vier verschiedene Icon-Sets zur Auswahl. Darüber hinaus ist im Gimp 2.10 auch ein Einfenster-Modus dazugekommen, so dass es für das Interface, wenn ich richtig gerechnet habe, insgesamt 32 verschiedene Variationen gibt.

Das Standard-Interface des Gimp 2.10 im Einfenster-Modus:

Das Standard-Interface des Gimp 2.10

Und das „alte“ Interface des Gimp 2.10 im Zweifenster-Modus:

Online-Konverter für 3D-Formate

Vorhin hatte ich das Problem, ein 3D-Model im Format .max zu konvertieren. Als ich darüber nachgedacht habe, wie ich das machen soll, kam mir der Gedanke, ob es nicht vielleicht einen Online-Konverter geben würde, und voilà: hier bin ich prompt fündig geworden.

Zitat:

The following file extensions are currently supported as input formats:
3d, 3ds, fbx, ac, ac3d, acc, ase, ask, b3d, blend, bvh, cob, csm, dae, dxf, enff, hmp, ifc, irr, irrmesh, lwo, lws, lxo, md2, md3, md5anim, md5camera, md5mesh, mdc, mdl, mesh.xml, mot, ms3d, ndo, nff, obj, off, pk3, ply, prj, q3o, q3s, raw, scn, smd, stl, ter, uc, vta, x, xml, xgl.

Supported export formats are: stl, stlb, collada, obj, 3ds, ply, json, x.

Die Formate .max und .maya können allerdings nicht konvertiert werden (zu den Gründen lest bitte hier).

Rhino 3D v 5

Wie ich festgestellt habe, unterstützt der NURBS-Modeler Rhino 3D auch Polygonmodelle. Nicht nur, dass NURBS-Modelle beim Export als .3ds in Polygone umgewandelt werden, Rhino 3D hat auch selbst eine Reihe von Features zur Polygon-Modellierung. Der Renderer ist jedoch – zumindest in den Standard-Einstellungen – nicht so gut wie Cycles, der physikalisch akkurat rendern kann.

Test-Render in Rhino und Cycles

Auf der Rhino-Website habe ich zwar gelesen, dass Cycles ab 2015 in Rhino 3D integriert sein soll, in der Testversion, die ich mir heruntergeladen habe, war jedoch nur der Rhino-interne Renderer verfügbar. Schade!

Das Interface von Rhino 3D erscheint mir deutlich „aufgeräumter“ als das Interface von Blender, wo die einzelnen Optionen über das ganze Interface verstreut sind und man – zumindest am Anfang – erst mal groß suchen muss. Über eine Kommandozeile können in Rhino 3D auch Befehle eingegeben werden, die ein exaktes Modellieren erlauben.

Summa summarum erscheint mir Rhino 3D sehr vielversprechend. Das einzige Manko ist der Preis von € 995,- für eine Lizenz. In nächster Zeit werde ich hier aber bestimmt noch mehr von Rhino 3D posten.

Blender 2.79b und Rhino 3D

Ich ärgere mich gerade wieder (und nicht zum ersten Mal) über Blender, weil die Materialvergabe (und überhaupt das ganze Interface) meiner Meinung nach sinnlos kompliziert ist. Jetzt wollte ich mir den NURBS-Modeler Rhino 3D herunterladen, aber die Version 6 läuft nur unter 64-bit-Systemen (lies: Windows). Ich wollte versuchen, den Installer über Wine zu starten, was ja bei Photoshop CS2 wunderbar geklappt hat.Nun habe ich aber im Archiv Version 5 entdeckt und lade sie mir gerade herunter. Vielleicht ist das ja eine 32-bit-Version. Als die allerster Version von Rhino 3D herauskam, hatte ich noch Windows 98 installiert und habe die kostenlose Test-Version ausprobiert. Soweit ich mich erinnern kann, war mein Gesamteindruck von diesem Programm sehr positiv. Na ja, mal sehen, ob der Installer startet.

Rhino wird zwar unter Wine gestartet, hängt sich dann aber auf. 😦 Ich habe aber gegoogelt und herausgefunden, dass Rhino 3D mit CrossOver Linux läuft. Von CrossOver Linux gibt es eine 14-Tage-Testversion für Ubuntu, die ich mir dann auch gleicht heruntergeladen habe, und damit wurde Rhino 5 auch anstandslos installiert. Es kamen ein paarmal Nutzungsbedingungen, die man akzeptieren mußte, und ich mußte außerdem ein paarmal „Weiter“ anklicken, aber sonst lief die Installation von CrossOver Linux anstandslos durch. Ein paarmal wurde auch gefragt, ob der Computer neu gestartet werden solltem, aber nachdem ich „Ja“ angeklickt habe, ist weiter nichts passiert; die Installation lief eben weiter.

Jetzt habe ich jedenfalls eine 90-Tage-Testversion von Rhino 5, die ich ausprobieren werde.

Interface von Rhino 3D unter Ubuntu Linux

Ein erster Blick in die Hilfe von Rhino 3D hat mich gleich mit einer Unmenge von Tastaturkürzeln konfrontiert. Leichter als in Blender, den ich jetzt ja schon eine Weile kenne, wird es also nicht. Hinzu kommt noch, dass der Renderer von Rhino meinem ersten Eindruck nach nicht so toll ist, aber das ist wie gesagt nur ein allererster Eindruck. Ich muß mich erst noch mit den Optionen des Renderers befassen, um mir hier ein Urteil zu bilden. Einem Render in der Rhino-Gallerie zufolge ist der Rhino-interne Renderer doch nicht so schlecht.