Aktuelles Heft von „digital production“

Im aktuellen Heft der Zeitschrift digital production befindet sich ein großer Teil zu dem quelloffenen 3D-Programm Blender, mit dem ich ja seit ein paar Monaten arbeite. Unter anderem beinhaltet dieses Heft ein Interview mit dem Gründer der Blender Foundation, Ton Roosendaal. Dieses Heft kann man übrigens im Rahmen der Gratis-Heft-Aktion umsonst bekommen. Dabei ist zu beachten, dass man/frau eben rechtzeitig kündigen muß, weil man sonst ein Abo bekommt.

P. S.: Ich habe das Heft mal durchgeblättert, aber in der Inhaltsangabe innen im Heft steht nichts von einem Interview mit Ton Roosendaal, lediglich in der Beschreibung auf der Website und vorn auf dem Cover des Hefts. Möglicherweise ist es ja doch irgendwo, und ich habe es nur nicht gefunden. (Das Interview – auf Englisch – kommt ab Seite 80.)

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Nochmal zu Copyright

Nachdem ich schon mal über das Thema „Copyright“ berichtet habe, hier noch ein Nachtrag. Ich habe nach meinem Beitrag Jens vom Stuttgarter WordPress-Meetup angemailt, und Jens hat mich in meiner Haltung bezüglich Copyright bestärkt, er würde es auch so machen (lies: nichts ohne Erlaubnis posten). Die Antwort von Jens hat mich doch erleichert. 🙂

Buchtip

Das obige Buch habe ich mir 2007 auf der damaligen FMX gekauft, auf der auch der Autor Terrence Masson anwesend war. Das Buch – es ist auf Englisch – hat auf der FMX nur ca. € 20,- oder so gekostet. Ich will dieses Buch jedenfalls all denen empfehlen, die sich mit Visual FX und der Geschichte der Computergrafik vertraut machen wollen. In insgesamt 14 Kapiteln gibt der Autor einen umfassenden Überblick über a) die Fachterminologie von Visual FX und Computergrafik, b) signifikante Firmen wie ILM oder Pixar und c) über die verwendete Software, wobei Letzteres in meinem Buch noch auf dem Stand von 2007 ist. Alias|Wavefront z. B., die 1998 das High-end-3D-Programm Maya auf den Markt gebracht haben, existieren nicht mehr. (Maya wird inzwischen von Autodesk weiterentwickelt und verkauft.) Softimage gibt es auch nicht mehr. Nichts desto weniger bietet „CG 101“ eine beeindruckende Fülle an Details zur historischen Entwicklung von Visual FX und Computergrafik. Das Buch ist wirklich sehr gut recherchiert und ein imho für an der Thematik Interessierte ein unentbehrliches Nachschlagewerk.

Intuitives Arbeiten in Blender

Bisher war für mich das Vektorgrafik-Programm Inkscape der Inbegriff von intuitivem Arbeiten. Dabei ist intuitives Arbeiten auch in Blender möglich. Voraussetzung: Man/frau beherrscht die ganzen Shortcuts. Und: Über 'User Preferences > Input' ist es möglich, eigene Shortcuts (dt.: Tastaturkürzel) zu definieren, und zwar in einem wirklich beängstigenden (ok, zumindest für den Anfänger) Ausmaß. Die wichtigsten Shortcuts, die ich bisher gelernt habe, sind:

  • A: ‚Select all‘
  • S: ‚Scale‘
  • R: ‚Rotate‘
  • E: ‚Extrude‘
  • F: ‚Fill‘
  • G: ‚Translate‘
  • U: ‚Unwrap‘
  • STRG+E: ruft das Menü ‚Edges‘ auf, in dem die Option ‚Mark Seam‘ ausgewählt werden kann. Das ist wichtig für das UV Mapping.
  • STRG+R: ‚Loop Cut‘. Mit dem Mausrad kann man diese Loop Cuts stufenlos vervielfältigen.

Dabei kann man Scale, Rotate und Extrude durch Nachstellen von X, Y oder Z auf die jeweilige Achse beschränken.

Dämpfer

War ich vor meinem ersten Termin bei der u. a. in Stuttgart ansässigen Visual FX-Firma Pixomondo noch enthusiastisch, so habe ich spätestens bei meinem zweiten Vorstoß bei der Firma Mackevision einen Dämpfer bekommen. Eine Anfrage meinerseits bezüglich einer Besichtigung wurde aus sicherheitstechnischen Gründen abschlägig beschieden. Seitdem bin ich davon abgekommen, eine Visual FX-Firma von innen sehen zu wollen (auch bei Pixomondo waren wir nur in einem Besprechungsraum). Ich meine, ich weiß es ja nicht, aber vielleicht würde ein Vertreter der „etablierten“ Medien mehr zu sehen bekommen. Tja, da kann man eben nichts machen!

Alfons Mucha

Das allererste Buch über Illustration, das ich mir gekauft habe, war ein Buch über den tschechischen Illustrator Alfons Mucha. Damals – das war 1980 oder 1981 – hatten es mir seine Jugendstil-Ornamente sehr angetan. Heute (das Buch habe ich immer noch) habe ich spaßeshalber gegoogelt und auf der betreffenden Seite bei der Wikipedia seine Plakate und Werbegrafiken wiederentdeckt.

Für unsere Verhältnisse hat Mucha da – auch bei der Werbung – einen beinahe undenkbaren Aufwand betrieben. Ich habe mal versucht, eines dieser Ornamente in Inkscape nachzuzeichnen und dabei gemerkt, wie schwierig das ist. Und Alfons Mucha hat das ja alles frei Hand gezeichnet.

Beim Anschauen der Grafiken von Alfons Mucha fällt mir auch ein, dass wir heute – anders als noch vor 120 Jahren – so etwas wie den einen Stil ja gar nicht mehr haben. Heutzutage herrscht – in der Grafik und auch sonst – eine Vielzahl unterschiedlicher Stile vor, die kaum unter einen gemeinsamen Nenner gebracht werden können. Von daher blicke ich etwas wehmütig auf das Fin de Siècle zurück.