CinePaint 1.0-4

Wer Filme oder Videos Frame für Frame in CinePaint bearbeiten will, für den sei hier ein Link zur Dokumentation des Flipbooks von CinePaint gepostet. Um das Flipbook nutzen zu können, muß zuerst ein Frame geöffnet sein; dann STRG+F drücken, und das Flipbook erscheint (siehe Screenshot; das Flipbook ist weiß umrahmt):

Interface von CinePaint 1.0-4

Nach Laden aller Frames (der Film bzw. das Video muß in Form einzelner Frames vorliegen) kann über das Flipbook navigiert werden.

So, wie es scheint, wird CinePaint wohl nicht mehr weiterentwickelt, da die Website seit geraumer Zeit nicht mehr zu erreichen ist und das letzte Release 1.0-4 noch von 2013 stammt. Trotzdem habe ich mich entschlossen, diesen Beitrag für alle User zu schreiben, die noch mit diesem Programm arbeiten möchten, das bis zu 32-bit Farbtiefe pro Kanal unterstützt und u. a. auch ein auf LittleCMS basiertes Farbmanagement bietet. Herunterladen kann man sich CinePaint 1.0-4 bei SourceForge (als .tar.gz).

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Motion Tracking in Blender

In Blender 2.79b integrierter Motion Tracker

Ich beschäftige mich gerade mit dem in das 3D-Programm Blender integrierten Motion Tracker. Verfügbar ist dieser Tracker über den Movie Clip Editor. Das Blender-Buch von Thomas Beck gibt hier – mit Screenshots – eine sehr gute Schritt-für-Schritt-Einführung. Ich habe so gelernt, was ein Feature und ein Marker sind. Tracking ist notwendig, um in einem Video, einer Filmsequenz oder einer Animation bestimmte Objekte zu verfolgen. Die sog. Features sind mit Markern (im Screenshots die kleinen Quadrate an dem weißen Ball) zu trackende Pixelregionen. Neben dem Tracking unterstützt Blender – das ist dann der nächste Schritt – auch Rotoscoping. Mehr dazu in einem späteren Beitrag. In dem obigen Screenshot ist jedenfalls zu sehen, wie ein sich bewegender weißer Ball mit Hilfe von zwei Markern getrackt wird. Ziel des Ganzen kann z. B. die Erstellung einer sich bewegenden Maske sein.

Videos in Blender editieren

Ich bin ja gerade dabei, mich in Blender 2.79b einzuarbeiten, der u. a. auch ein Video-Schnittsystem beinhaltet. Dass Blender so umfangreich ist, ist mir erst nach und nach klar geworden. So besitzt Blender außer dem Modeler und Animator einen nicht-linearen Editor, einen node-basierten Compositor, einen Node Editor für Materialien und Texturen sowie drei oder vier andere Editoren.

Da ich einen 3:40 Minuten langen Kurzfilm drehen will, beschäftige ich mich nun mit dem bereits erwähnten Video-Schnittsystem (Video Sequence Editor) und habe gerade gelernt, was strips (Sequenzen, die als farbige Streifen dargestellt werden) sind. Zur Einarbeitung benutze ich das von Thomas Beck verfaßte Buch “Blender 2.7. Das umfassende Handbuch“, mit dem ich nach anfänglichem Enthusiasmus schon zu kämpfen hatte, weil das sog. UV Mapping meiner Ansicht nach nicht so gut erklärt ist. Nachdem ich schier verzweifelt bin, habe ich dann bei Blender Artists Hilfe gefunden. Man muß nämlich – was Thomas Beck erst weiter hinten schreibt – für die UV Maps (in diesem Fall für eine Bitmap-Textur) Nodes anlegen. Wie gesagt, inzwischen ist das Problem mit den UV Maps erst einmal gelöst, und ich arbeite mich jetzt in den Video-Editor ein, den der Autor soweit ganz gut beschreibt.

Hier noch ein Screenshot des Video Sequence Editors:

Video-Schnittsystem in Blender 2.79b

Wenn ich mich etwas weiter eingearbeitet habe, werde ich hier vermutlich noch mehr über Blender im Allgemeinen und das Video-Schnittsystem im Besonderen schreiben.

Adobe After Effects

Ganz per Zufall – ich hatte nach „Chroma Keying“ gesucht – habe ich das Handbuch von Adobe After Effects, einer Software für Keyframe-Animation und Compositing, endeckt, und ich bin ehrlich gesagt angenehm überrascht, wenn nicht sogar begeistert. Dieses Handbuch ist nämlich nicht nur für Anwender von After Effects interessant, sondern für alle, die sich für Post-Produktion interessieren. Neben dem von mit gesuchten Thema Keying werden u. a. die verschiedenen Farbtiefen erklärt, mit denen After Effects arbeiten kann. Außerdem beinhaltet das Handbuch Video-Tutorials incl. Beispiel-Materialien zum Herunterladen. Ein, wie ich finde, sehr gelungenes Handbuch.

Grafikformate konvertieren

Logo von ImageMagick

Zum Alltag jedes Grafikers gehört das Konvertieren von einem Grafikformat in ein anderes. Hierbei leistet ImageMagick unschätzbare Dienste. Diese Sammlung von Werkzeugen wird aus einer Shell heraus aufgerufen; es gibt allerdings auch eine ganz rudimentäre Version mit einer grafischen Oberfläche, die aber längst nicht den beeindruckenden Funktionsumfang der Shell-Version aufweist. Ein weiterer Vorteil von ImageMagick ist das Aufrufen seiner Funktionen via Shell-Script. Darüber hinaus gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Schnittstellen für die verschiedensten Programmiersprachen. Ein einfaches Beispiel einer Konvertierung wäre etwa 'convert -Option [Ausgangsdatei] [Zieldatei]'. Um beispielsweise eine Grafik im PNG-Format in ein JPG zu konvertieren, wäre ein denkbares Kommando 'convert -quality 90 [Ausgangsdatei].png [Zieldatei].jpg'. Und um sich die konvertierte Datei anzuschauen, genügt das Kommando 'display [Dateiname]'. Welche Grafikformate ImageMagick konvertieren kann, erfahrt ihr auf folgender Seite. (Ich habe bei zwanzig aufgehört zu zählen. Es sind wirklich sehr viele – der ImageMagick-Website nach über 200. Zu beachten ist allerdings, dass ImageMagick lediglich 2D-Formate – und z. B. auch AVI-Videos – unterstützt. Das DXF-Format zum Austauch von CAD-Daten ist leider nicht dabei, wie auch alle 3D-Formate fehlen.) ImageMagick kann aber noch viel mehr als nur konvertieren, wovon ihr euch hier einen Überblick verschaffen könnt. Meiner Ansicht nach ist ImageMagick denn auch sehr zu Unrecht so wenig bekannt.