Ausbildung bei SAE

Auf der FMX 2018 war u. a. ein Stand des SAE-Instituts, einer Bildungseinrichtung im Medienbereich, und nachdem ich kurz mit der jungen Frau von SAE gesprochen hatte, nahm ich mir ein paar Unterlagen mit. Wieder zu Hause, beschloß ich, mich näher zu informieren und forderte per Web-Formular ein Info-Paket über Visual FX und 3D-Animation an, das heute auch mit der Post kam. Parallel dazu kam von SAE Stuttgart per Email eine Einladung zu einem Informationsgespräch, und nachdem ich geantwortet hatte, dass ich mir leider eine Ausbildung bei SAE aus finanziellen Gründen nicht leisten könne, mir aber gerne mal die Niederlassung in Stuttgart-Feuerbach anschauen würde, bekam ich – wiederum per Email – eine Einladung zu einem vierstündigen kostenlosen Workshop über Visual FX und 3D-Animation zugeschickt.

Zitat von der Info auf der SAE-Website:

„In diesem 4-stündigen Workshop entführen wir euch in die Welt der visual effects.
Spielfilme, Animationen, VR, Musikvideos uvm. – überall sind VFX zu Hause. Hier erhaltet Ihr erste Einblicke in die unterschiedlichen Bereiche wie motion graphics und compositing. Beim Hands-On-Teil des Workshops erstellt ihr eure eigenen VFX-Projekte und erhaltet Tipps & Tricks aus erster Hand.“

Das hört sich auf den ersten Blick eigentlich ganz positiv an, und auf eine telefonische Nachfrage von mir erfuhr ich von einem Herrn bei SAE Stuttgart, dass man/frau für den Workshop keinerlei Vorkenntnisse brauche. Nur: Wie soll das gehen, ganz ohne Vorkenntnisse ein Projekt durchzuführen? Hmmm. Ich habe mich jedenfalls mal für diesen Workshop morgen angemeldet, wobei ich erfahren habe, dass es da – wohl wegen der großen Nachfrage – ein Warteliste gibt. Falls ich also je einen Platz bei diesem Workshop bekomme, werde ich hier davon berichten.

Advertisements

Die Zukunft ist digital

Je mehr ich darüber nachdenke, desto fester bin ich der Überzeugung, dass die Kunst der Zukunft digital sein wird. Wenn ich mir irgendwelche Websites von Galerien anschaue, ist da kaum etwas dabei, das mich irgendwie umhauen würde. Ich habe den Eindruck, dass es in der – tja, wie sage ich das? – „herkömmlichen“ Kunst (der „analogen“) nichts wirklich Neues gibt. Dabei ist mir durchaus klar, dass das ein anfechtbarer Standpunkt ist, aber so sehe ich das nun mal.

Erfreulich ist beispielsweise, dass Galerien wie die Fotogalerie LUMAS, die immerhin weltweit an über 40 Standorten vertreten ist, auch digital arbeitende Künstler wie den hier in diesem Blog bereits vorgestellten Gerhard Mantz im Programm haben, und auch die derzeit im Stuttgarter Kunstmuseum zu sehende Ausstellung Mixed Realities mit ihren teilweise digitalen Exponaten ist meiner Ansicht nach ein Schritt in die richtige Richtung. Nun wäre nur noch zu wünschen, das mehr bildende Künstler sich dem digitalen Medium annehmen – sei dies etwa 3D-Grafik oder auch digital painting mit Photoshop.

Neues Blender-Meetup

Blender-Logo

Ich habe gerade ein neues Blender-Meetup in Ludwigsburg bei Stuttgart gegründet und würde mich über zahlreiche Resonanz freuen. Blender ist ein Open-Source-Programm für 3D-Gafik und Post-Production.

Zum Meetup:

„Ich habe in Ludwigsburg ein Blender-Meetup gegründet. Blender ist ein Open-Source-3D-Programm. Neben 3D (Modeling, Rendering, Animation) soll es auch um Post-Production gehen. Blender unterstützt ja auch Compositing, Tracking, Rotoscoping u. a. Ich habe auch schon im Lebenszentrum in der Siegesstr. 3 einen Raum gefunden. Wenn sich genügend Leute finden, würde ich ein erstes Meetup anberaumen, wo wir uns kennenlernen und das weitere Vorgehen besprechen können. Der Raum kostet € 20,-, und ich würde darum bitten, dass die Gruppe das und die € 25,36 Halbjahresgebühr gemeinsam trägt.“

Blender 2.79b und Rhino 3D

Ich ärgere mich gerade wieder (und nicht zum ersten Mal) über Blender, weil die Materialvergabe (und überhaupt das ganze Interface) meiner Meinung nach sinnlos kompliziert ist. Jetzt wollte ich mir den NURBS-Modeler Rhino 3D herunterladen, aber die Version 6 läuft nur unter 64-bit-Systemen (lies: Windows). Ich wollte versuchen, den Installer über Wine zu starten, was ja bei Photoshop CS2 wunderbar geklappt hat.Nun habe ich aber im Archiv Version 5 entdeckt und lade sie mir gerade herunter. Vielleicht ist das ja eine 32-bit-Version. Als die allerster Version von Rhino 3D herauskam, hatte ich noch Windows 98 installiert und habe die kostenlose Test-Version ausprobiert. Soweit ich mich erinnern kann, war mein Gesamteindruck von diesem Programm sehr positiv. Na ja, mal sehen, ob der Installer startet.

Rhino wird zwar unter Wine gestartet, hängt sich dann aber auf. 😦 Ich habe aber gegoogelt und herausgefunden, dass Rhino 3D mit CrossOver Linux läuft. Von CrossOver Linux gibt es eine 14-Tage-Testversion für Ubuntu, die ich mir dann auch gleicht heruntergeladen habe, und damit wurde Rhino 5 auch anstandslos installiert. Es kamen ein paarmal Nutzungsbedingungen, die man akzeptieren mußte, und ich mußte außerdem ein paarmal „Weiter“ anklicken, aber sonst lief die Installation von CrossOver Linux anstandslos durch. Ein paarmal wurde auch gefragt, ob der Computer neu gestartet werden solltem, aber nachdem ich „Ja“ angeklickt habe, ist weiter nichts passiert; die Installation lief eben weiter.

Jetzt habe ich jedenfalls eine 90-Tage-Testversion von Rhino 5, die ich ausprobieren werde.

Interface von Rhino 3D unter Ubuntu Linux

Ein erster Blick in die Hilfe von Rhino 3D hat mich gleich mit einer Unmenge von Tastaturkürzeln konfrontiert. Leichter als in Blender, den ich jetzt ja schon eine Weile kenne, wird es also nicht. Hinzu kommt noch, dass der Renderer von Rhino meinem ersten Eindruck nach nicht so toll ist, aber das ist wie gesagt nur ein allererster Eindruck. Ich muß mich erst noch mit den Optionen des Renderers befassen, um mir hier ein Urteil zu bilden. Einem Render in der Rhino-Gallerie zufolge ist der Rhino-interne Renderer doch nicht so schlecht.

Zweigleisig fahren

Da ich mich nun definitiv entschlossen habe, mich in das 3D-Programm Blender einzuarbeiten, werde ich (ich stehe ja noch ganz am Anfang) massiv mit meinen technischen Unzulänglichkeiten konfrontiert. Wenn ich nicht weiter weiß (was häufiger vorkommt), poste ich zwar bei Blender Artists, aber bis ich Antwort bekomme, geht erst mal sehr wenig bis gar nichts. Es hat sich dabei herauskristallisiert, dass ich besser zurechtkomme, wenn ich zweigleisig fahre. Ich möchte ja – für ein Kurzfilm-Projekt von mir – sowohl Videobearbeitung und Postproduktion (Tracking, Rotoscoping, Compositing) als auch Character Modeling lernen, und wenn ich mit dem einen nicht weiterkomme, mache ich eben das andere. Das sind aber wie gesagt (noch) ziemliche Anfänger-Probleme, z. B. wie rendere ich einen Würfel physikalisch akkurat?

Dabei habe ich mittlerweile festgestellt, dass man mit Blender beeindruckende Sachen machen kann. Ideen habe ich genug, was mir fehlt, ist eben die Technik. Hier ein Beispiel von einem in Blender gerenderten Stilleben von Timur Pavlov:

Stilleben von Timur Pavlov

Render © Copyright 2018 by Timur Pavlov. Mit freundlicher Genehigung.

Vor diesem Hintergrund relativiert sich, wie ich feststellen mußte, mein Beitrag „Fotorealismus?“ wieder, denn soweit muß man erst mal kommen, damit man solche Sachen modeln und rendern kann. Also, ich bin jedenfalls noch lange nicht so weit. Ich habe mir mal ein Jahr gegeben, und dann werde ich ja sehen, wie weit ich da komme.

Featured Artist: 3deluxe

„Landstation“ © Copyright 3deluxe, LUMAS. Mit freundlicher Genehmigung.

Auf der Website der Fotogalerie LUMAS habe ich diese Grafik des Designer-Kollektivs 3deluxe entdeckt und wollte sie hier posten. Angesprochen hat mich vor allem das futuristische Design, das sich nahtlos in die Landschaft mit den Wolken einfügt.

Zitat:

„Als interdisziplinäres Team von derzeit 30 Gestaltern arbeiten 3deluxe an der fließenden Schnittstelle zwischen Grafik-, Interior- und Mediendesign, Architektur und Popkultur. Seit Gründung des Wiesbadener Büros im Jahr 1992 entstehen in kreativer Synergie Mischformen zweidimensionaler und dreidimensionaler Gestaltung: grafische Arbeiten entfalten räumliche Wirkung, während architektonischen Entwürfen Kommunikationsprinzipien zu Grunde gelegt werden. Auf diese Weise entwickeln 3deluxe vielschichtige Collagen, so genannte Multilayered Atmospheres, die multiple Sinneserfahrungen fördern und eine Vielzahl möglicher Lesarten zulassen. Es geht ihnen dabei um die Erweiterung eines absoluten Raumverständnisses hin zu einem dynamisch prozesshaften, um das Spiel mit der Wirklichkeit und ihrer Wahrnehmung sowie die Relation von realem und gedachtem Raum.“ – Quelle: LUMAS-Info zu 3deluxe

Zu der verwendeten Software macht 3deluxe leider keine Angaben. Das Gebäude könnte entweder in einem 3D-Programm oder aber – und bei näherem Hinsehen wahrscheinlicher – in Photoshop gemacht worden sein. Ob die Wolken eine Fotografie oder computer-generiert sind, kann ich nicht genau sagen; ich tippe jedoch auf das Letztere.

Featured Artist: Gerhard Mantz

Über die Website der Stuttgarter Galerie A®tlantis habe ich die Arbeiten des in Berlin lebenden Künstlers Gerhard Mantz entdeckt. Hier nun jemand, dessen Werke sich erfreulich vom Gros der digitalen Kunst abheben, die ich bisher kennengelernt habe. Gerhard Mantz arbeitet dabei hauptsächlich mit Cinema 4D und dem Landschaftsgenerator Vue. Besonders beeindruckend sind meiner Meinung nach seine Animationen, die sehr effektiv mit Musik unterlegt sind. Gerade bei diesen Animationen kann das digitale Medium seine ganze Stärke ausspielen, sind diese Arbeiten in einem anderen Medium doch nur schwer bis gar nicht zu realisieren.

„Das Gesetz der Schwere“ von 2008

„Labyrinth Nr. 13“ von 2002

In der Kategorie der gerenderten Einzelbilder hat mich besonders das atmosphärisch schöne „The pull of the moon“ von 2009 angesprochen.

„The pull of the moon“ © Copyright 2009 by Gerhardt Mantz. Mit freundlicher Genehmigung.

Nachdem ich ja, wie ich auch berichtet habe, auf der Vernissage der Ausstellung „Mixed Realities“ im Stuttgarter Kunstmuseum war, finde ich es schade, dass unter den dort ausgestellten Werken keine Arbeiten von Gerhard Mantz vertreten waren. Das wäre für diese Ausstellung sicher eine Bereicherung gewesen.

Die digitalen Arbeiten von Gerhard Mantz bestärken mich einmal mehr in dem Eindruck, dass es in der Malerei nur noch wenig gibt, was noch nicht gesagt worden wäre und dass somit dem digitalen Medium die Zukunft gehört. Hier ist auch die Ausstellung „Mixed Realities“ bei allen Schwächen ein wichtiger Schritt, um die digitale Kunst einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.