Rendern in Cycles

Test-Szene, in Cycles gerendert

So, nachdem meine in dem in Blender integrierten Renderer Cycles gerenderten Grafiken immer so verrauscht waren (Samples: 10), habe ich kurz entschlossen die Anzahl der Samples im Renderer auf „1000“ gestellt (siehe folgende Grafik):

Render-Optionen in Cycles

Cycles rendert jetzt zwar deutlich länger, aber das das Rauschen ist weg.

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Blender 2.76b

Blender-Logo

Unter der Rubrik „Open Source“ ist ein Programmpunkt auf der diesjährigen FMX 2018 der Vortrag “Using Blender for Movie Production“ von Ton Roosendaal, dem Gründer der Blender Foundation. Ich habe mir vorgenommen, zu diesem Vortrag hinzugehen, aber ich kann nicht verhehlen, dass ich es mit durchaus gemischten Gefühlen tue.

Ich kenne Blender ja seit ca. 2002, als ich den ersten Versuch gestartet habe, mich in sein Interface einzuarbeiten, das ich vorsichtig als „schwer zugänglich“ bezeichnen möchte. Jedenfalls wurde jedes Mal, wenn ich doch einen gewissen Zugang zu Blender gefunden hatte, das Interface überarbeitet und ich mußte wieder von vorn anfangen.

Interface von Blender 2.76b

Der einzige Grund, weshalb ich immer wieder auf Blender zurückkomme, ist der, dass er eben kostenlos ist und ich mir ein High-end-Programm wie Maya einfach nicht leisten kann. Zudem ist Blender ein Programm, das – keine Selbstverständlichkeit – für Linux verfügbar und in den Ubuntu-Quellen enthalten ist.

Dabei hat Blender durchaus einen beachtlichen Funktionsumfang. So sind neben den Modelling-Funktionen auch Animation (incl. Rigging) möglich; außerdem ist ein Partikelsystem vorhanden. Dazu kommen noch verschiedene Editoren wie etwa ein nicht-linearer Editor, ein Video-Editor und ein Game-Editor. Inzwischen ist auch die Render-Engine Cycles in Blender integriert.

Meine Kritik geht darauf hinaus, dass diese Features oft so versteckt sind, dass sie gerade für Anfänger nur schwer bzw. gar nicht zu finden sind. Das war in früheren Versionen schon mal besser. Was ich in der aktuellen Version (ich habe Blender 2.76b installiert) von Blender ebenfalls vermisse, ist ein durch Rechts-Klicken aufzurufendes Kontext-Menü mit den – abhängig von dem Arbeitsschritt, den man gerade ausführt – wichtigsten Optionen.

Mit Hilfe eines guten Tutorials habe ich es immerhin geschafft, folgenden Ring zu modeln, zu texturieren und zu rendern.

In Blender 2.76b erstellter Ring

Im Prinzip geht es also doch. Man benötigt gerade für 3D-Software zur Einarbeitung eben Zeit und Geduld. Zu meiner Verteidigung kann ich nur sagen, dass es mir da eben an Geduld gefehlt hat. Und vielleicht ist es auch zuviel verlangt, dass ein – von seiner Anlage her relativ komplexes – 3D-Programm so intuitiv zu bedienen sein soll wie etwa – mein Favorit und auch Open Source – das Vektorgrafik-Programm Inkscape.

Hier jedenfalls noch für Interessierte das Blender-Manual (englisch).