FMX 2018: Der vierte Tag

Logo der FMX 2018

Heute, am 4. und letzten Tag der FMX 2018 war das klare Highlight mein Interview mit dem Gründer der Blender Foundation Ton Roosendaal. Bevor ich das aber online stelle, muß ich erst das technische Problem lösen, wie ich die Audio-Datei von meinem (geliehenen) Handy auf meinen PC bekomme, und ich kann nur hoffen, dass die Tonqualität so gut ist, dass ich alles (oder wenigstens das Meiste) verstehe. Ton und ich haben uns ca. zwanzig Minuten unterhalten, wobei ich nicht nur etwas über die neue Render-Engine Eevee erfahren habe, die den Blender-internen Renderer (kurz BI) ablösen soll, sondern auch z. B., dass VFX-Firmen wie Pixomondo mit Blender arbeiten.

Nach dem Interview bin ich erst einmal etwas essen gegangen und habe mir dann kurz einen Vortrag und eine Diskussion über die Zukunft von VFX angehört. Dann habe ich mich nach einem kurzen Rundgang durchs Haus der Wirtschaft von der diesjährigen FMX verabschiedet und bin zurück nach Ludwigsburg gefahren. Im Mai habe ich dann die Gelegenheit, die dortige Filmakademie und das Animationsinstitut zu besichtigen und werde natürlich hier davon berichten.

Hier noch eine Auswahl von Fotos von der FMX 2018:

Mitarbeiter von StarVR mit VR-Brille

Treppenhaus des Hauses der Wirtschaft

Anzeige meines Zuges nach Stuttgart

Schild vor dem Raum Mannheim

Die FMX 2018 von außen

Hinweistafel außen am Raum Mannheim

Ich (mit Sonnenbrille) vor dem Haus der Wirtschaft

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FMX 2018: Der erste Tag

Logo der FMX 2018

Da ich S-Bahn-Fahren nicht so sehr mag, war ich froh, glücklicherweise einen Regional-Express nach Stuttgart zu erwischen. Am Stuttgarter Hauptbahnhof angekommen, kaufte ich mir noch schnell ein Croissant und begab mich dann mit der Stadtbahn zum Schloßplatz, von wo aus das Haus der Wirtschaft, in dem die FMX 2018 stattfindet, bequem zu erreichen ist. Bei der Registrierung traf ich denn auch Frau Steller, die es 2007 ermöglicht hat, dass ich zur FMX akkreditiert wurde.

Mein Presseausweis

Ein Punkt, den ich mir – abgesehen von einer allgemeinen Orientierung – für den ersten Tag vorgenommen hatte, war ein Besuch beim sog. Recruiting Hub, genauer gesagt an den Ständen von Double Negative und Framestore. Im Vorfeld der FMX 2018 hatten mir ja beide Firmen freundlicherweise Stills für zwei Beiträge hier auf :: graf-o-matic :: zukommen lassen.

Das Team von Framestore auf der FMX 2018

Beide Teams waren ausnehmend freundlich, wenn auch etwas distanziert, und so ging ich nach einem kurzen Hallo auf die Suche nach dem Raum für die Presse. Als ich nach einer kleinen Odyssee zuerst im Erdgeschoß des nebenbei baulich sehr schönen Hauses der Wirtschaft vergeblich nach dem Presseraum gesucht hatte und dann im 4. Stock, in den man mich verwiesen hatte, ebenfalls nicht fündig geworden war, landete ich schließlich im 2. Stock, wo sich eine der FMX-Angestellten mit Inga von Staden unterhielt, die ich noch von meiner ersten FMX im Jahre 2007 her kenne, als sie – auf Englisch – einen sehr schönen Vortrag zum Thema „Web 2.0“ gehalten hat, und die inzwischen zum Program Board der FMX gehört. Ich habe auf der Liste der Sprecher der FMX nachgeschaut, ob Frau von Staden auch dieses Jahr wieder einen Vortrag halten würde, was aber leider nicht der Fall ist. Schade!

Schild am Eingang zum Presseraum der FMX 2018

Von der FMX-Angestellten erfuhr ich jedenfalls endlich, dass sich der Presseraum im 1. Stock befinden würde, und er war dann auch durch die bei der FMX durchgängig rote Beschilderung nicht zu verfehlen, und nachdem ich eine Tasse Kaffee getrunken hatte, machte ich mich auf, um die FMX zu erkunden. Dazu muß ich noch anmerken, dass sich der Presseraum direkt neben dem School Campus befindet, der doch relativ laut ist. Im Kontrast dazu ist der Presseraum trotz offener Tür doch so etwas wie eine Oase der Ruhe, sofern das überhaupt bei einer Konferenz dieser Dimension möglich ist.

Hmm, wo war ich nun überall? Abgesehen vom Recruiting Hub, den ich ein paarmal besuchte, sah ich mich etwas im Market Place (ich weiß, das ist alles auf Englisch, aber die FMX ist eben nun mal eine internationale Konferenz) um. Vor allem hatten es mir die Stände mit VR-Simulationen angetan, aber da dort überall mehrerer Leute anstanden, bin ich eben weitergegangen. An einem Stancd mit einer CAD-Software sprach ich kurz mit einem jungen Mann, der, wie sich herausstellte, wie ich Blender benutzt und der dankbar war, dass ich ihm von dem Vortrag „Using Blender for Movie Production“ von Ton Roosendaal, dem Gründer der Blender Foundation, am Donnerstagnachmittag erzählte. Das hätte er noch nicht gewußt. Im angrenzenden Turm A (oder war es Turm B? ich bringe das immer durcheinander) befand sich die Suite von Autodesk. Zu meiner Enttäuschung lief dort auf einem großen Monitor lediglich eine Demonstration von 3DS MAX, während ich mich darauf gefreut hatte, die neueste Version von Maya kennenzulernen. Na ja, vielleicht klappt das ja morgen.

Das Haus der Wirtschaft heute morgen

Dann war ich noch am Stand des Renderers V-Ray, wo ich erfuhr, dass der in Blender integrierte Renderer Cycles doch nicht so schlecht sei. Ich möchte ja Blender zum Character Modeling benutzen und habe kurz mit dem Gedanken gespielt, mir zum Rendern neben dem – übrigens kostenlosen – Blender-Plug-in einen Render-Node von V-Ray zu kaufen, der pro Node € 200,- netto kostet. Ich habe bei Frau Steller übrigens Interesse an einem Interview mit Ton Roosendaal angemeldet, und wer weiß, vielleicht klappt das ja die nächsten Tage. Ich werde dann jedenfalls hier davon berichten.

Ich war dann noch kurz bei einem Stand von SAE, die ja auch eine Niederlassung in Stuttgart-Feuerbach haben und laut SAE-Booklet „mit rund 30.000 Studierenden und über 50 Standorten eine der ältesten und größten privaten Bildungseinrichtungen im Medienbereich“ sind.

Logo des Animation Media Cluster Region Stuttgart

Dann möchte ich noch auf den (m. W. bundesweit einmaligen) Animation Media Cluster Region Stuttgart hinweisen, in dem insgesamt 20 Firmen und vier Schulen, darunter die renommierte Filmakademie in Ludwigsburg, vernetzt sind.

Zitat aus dem Booklet des Media Clusters:

„Baden-Württemberg gilt als Deutschlands Top-Standort im Bereich Visuelle Effekte und Animation. Kein anderes Bundesland verzeichnet eine so hohe Dichte an VFX und Animationsstudios.“

So, das wäre mal ein grober Überblick über meinen ersten Tag bei der FMX 2018. Morgen werde ich mehr berichten.