„Alita: Battle Angel“

Am 20. Dezember, einen Tag vor dem US-Start, kommt das lange erwartete James Cameron-Projekt „Alita: Battle Angel“ unter der Regie von Robert Rodriguez in die deutschen Kinos, und da ich jetzt einen Pressezugang von Twentieth Century Fox habe, an dieser Stelle ein paar erste Fotos.

James Cameron und Robert Rodriguez

Foto: Rico Torres

Alita

Courtesy Twentieth Century Fox. Copyright © 2017 Twentieth Century Fox Film Corporation.

Die künstlichen Arme von Alita

Courtesy Twentieth Century Fox. Copyright © 2017 Twentieth Century Fox Film Corporation.

Nachdem ich das erste Buch des Mangas von Yukito Kishiro, auf dem „Alita: Battle Angel“ basiert, gelesen habe, bin ich gespannt auf die filmische Umsetzung durch Robert Rodriguez. Der Trailer hat mich allerdings nicht so beeindruckt. Ich werde aber trotzdem im Dezember ins Kino gehen und hoffe, dass „Alita: Battle Angel“ besser ist als „Ready Player One“, bei dem ich wegen Reizüberflutung nach einer Viertelstunde das Kino verlassen habe. Ich hatte danach auch eine Filmkritik geschrieben, diese aber nicht veröffentlicht, weil ich eben nur die erste Viertelstunde gesehen und von daher keinen richtigen Eindruck von dem gesamten Film habe.

Kurz zum Inhalt von „Alita“:

Die Handlung ist im 26. Jahrhundert angesiedelt, wo der Wissenschaftler Dr. Ido auf einem Schrotthaufen die Überreste eines weiblichen Cyborgs findet und diesen wieder zusammenflickt. Wie sich herausstellt, ist Alita, so der Name des Cyborgs, eine tödliche Kampfmaschine, und im Laufe der Handlung muß sie denn auch eine Reihe von Kämpfen gegen andere Cyborgs bestehen. Dies könnte schon mal Stoff für einen spannenden Film werden, und ich kann nur hoffen, dass das Drehbuch vor lauter Visual FX (dem eigentlichen Thema dieses Blogs) nicht zu kurz kommt.

Ich habe ja wegen evt. In-Production-Stills schon Framestore und Weta Digital angemailt, zwei VFX-Firmen, die an „Alita“ arbeiten, woraufhin mir Framestore mitgeteilt hat, dass sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nichts über die Arbeit an diesem Film verlauten dürfen. Weta Digital hat mich an Twentieth Century Fox weiterverwiesen, wo ich wie gesagt das Glück hatte, einen Pressezugang zu bekommen, so dass ich zwar (noch) nichts über die Visual FX sagen kann, dafür aber obige Fotos posten darf.

So dürfen wir also gespannt sein, was da am 20. Dezember auf uns zukommt, und wenn ich Näheres weiß, werde ich es hier posten.

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FMX 2018: Der zweite Tag

Logo der FMX 2018

Heute traf ich so gegen 10:30 Uhr auf der FMX 2018 ein. Ein Punkt, der mich heute besonders interessierte, war Digital Humans, zu dem es im Stuttgarter Kino Gloria 2 ein paar Vorträge gab. Zuvor wollte ich allerdings auch mal erleben, wie es ist, so ein VR-Headset aufzuhaben. Am Stand von StarVR mußte ich leider etwas warten und schaute ungeduldig auf eine schon etwas ältere Besucherin, die gerade die VR-VBrille und die Kopfhörer auf hatte und sich im virtuellen Raum umschaute. Ich konnte das, was sie sah, dabei auf einem großen Bildschirm verfolgen, auf dem sich ein paar physikalisch korrekt gerenderte Roboter gerade ein Gefecht lieferten. Als die Frau den Helm schließlich abgenommen bekam, war die Reihe an mir. Ich stellte mich nach den englischen Anweisungen der jungen Frau von StarVR ein paar Schritte nach vorn und wartete etwas unsicher darauf, was jetzt mit mir geschehen würde. Als ich die VR-Brille aufgesetzt bekam, mußte ich mich erst einmal im virtuellen 3D-Raum orientieren. Unsicher schaute ich mich um, während vor mir ein gerenderter Affe ein „Z“ in den Pfoten hielt. Dann wechselte die Szene und ich sah eine Art Drohne (oder was das war) von oben herabschweben und auf der Straße landen. So langsam begriff ich, dass die ganze Szene mit 360°-Rundum-Blick dreidimensional gerendert war. Zwar ließ die Auflösung noch etwas zu wünschen übrig, aber der nun auftauchende Roboter war wirklich sehr echt. Nachdem ich mir den Roboter kurz angeschaut hatte und mich im virtuellen Raum umsah, tauchte nun noch ein zweiter Roboter mit einer Art Maschinenpistole auf. Das nun folgende Gefecht war leider nicht nach meinem Geschmack. Ich fühle mich bei gewalttätigen Szenen nicht besonders wohl und kann auch Ballerspielen absolut nichts abgewinnen. Außerdem stellten sich bei mir leichte Kopfschmerzen ein, und so war ich froh, als die junge Frau von StarVR mir signalisierte, die Brille wieder abzunehmen. OK, so war das meine allererste Erfahrung mit VR. Ich sehe bei dieser Technologie aber die Gefahr, dass, wenn sie noch weiter ausgereift ist (sprich: bessere Auflösung), gerade bei etwas labilen Menschen ein Realitätsverlust droht. Unweigerlich fällt mir dabei auch der aktuelle Film „Ready Player One“ von Steven Spielberg ein, der ja auch teilweise bzw. überwiegend in einer virtuellen Welt spielt, in welche der öden Realität überdrüssige Menschen (der Film spielt im Jahre 2045) flüchten.

Ich und das FMX-Maskottchen

Nach einem erneuten Rundgang durch den Recruiting Hub und einem Abstecher in den Presseraum begab ich mich so gegen 11:20 Uhr auf den Weg zum Kino „Gloria 2“, um mir den Vortrag „Replicating Rachael for „Blade Runner 2049″“ von Axel Akesson von MPC anzuhören. Oben im 2 Stock des „Gloria“ mußte ich aber zusammen mit den anderen Besuchern geschätzte fünf Minuten warten, bis wir ins Kino durften, wo gerade der vorherige Vortrag zu Ende ging. Nachdem gebeten wurde, während des kommenden Vortrags nicht zu fotografieren, begann also Axel Akesson mit einem kurzen Showreel von MPC, das mir persönlich aber nicht so gut gefiel. Ich habe irgendwie den Eindruck, dass es bei diesen Showreels hauptsächlich darum geht, möglichst viele möglichst spektakuläre Effekte in vielleicht drei Minuten oder so unterzubringen. Diese Tendenz finde ich auch bei den derzeit laufenden Blockbustern à la Marvel wieder, und ich frage mich da im Stillen, ob es denn keinen Platz mehr für die leisen Töne gibt. Wie ich in dem auf das Showreel folgenden Vortrag feststellen mußte, verstand ich zu meinem Leidwesen nur die Hälfte des von Axel Akesson von Zetteln abgelesenen Vortrags, so dass ich nach einer halben Stunde die Konsequenzen zog und das Kino verließ. Draußen wandte ich mich etwas frustiert Richtung Schloßplatz, wo auf der gläsernen Fassade des Kunstmuseums in übergroßen grünen Lettern die am 5. Mai beginnende Ausstellung „Mixed Realities“ angekündigt wurde.

Fassade des Stuttgarter Kunstmuseums

Ich bin da ja etwas skeptisch, werde aber am 4. Mai abends zur Vernissage gehen und mir die ausgestellten Exponate einmal anschauen. Ich habe ja im Vorfeld dieser Ausstellung via Google schon etwas recherchiert, und um ganz ehrlich zu sein, umhauen tun mich die Werke der ausstellenden Künstler wirklich nicht. Dabei könnte das dem Titel nach wirklich eine spannende Ausstellung werden. Mal sehen, ob da auch eine VR-Installation ausgestellt wird. Nach meinem Erlebnis auf der FMX 2018 habe ich ja zumindest einen ersten Eindruck davon bekommen, was technisch möglich ist. Und um nochmal auf „Replicating Rachael“ zurückzukommen: Ich habe per Email bei MPC nachgefragt und als Antwort den Hinweis auf Google bekommen, den ich hiermit weitergebe. Ich habe ja schon in meiner Besprechnung von „Blade Runner 2049“ keinen Hehl aus meiner Enttäuschung gemacht. Rein technisch gesehen ist die Arbeit von Double Negative und Framestore absolut brillant, aber inhaltlich kann ich dem Film leider nicht viel abgewinnen. Ich finde ihn einfach öde und langweilig; ein guter Science-Fiction-Film sieht für mich anders aus.

Um meinen Frust etwas zu mildern, bin ich kurz entschlossen zum Feinkost-Böhm gegangen und habe mir einen Salat gekauft, den man sich dort extra zusammenstellen kann. Nachdem ich wieder draußen war, hörte ich auf einmal einen Akkordeonspieler, der wirklich schön gespielt hat. Ich bin dann zu ihm hingegangen und habe ihm etwas Geld gegeben. Dann bin ich wieder zurück zur FMX, und nach einem Abstecher in den Presseraum bin ich nochmal zum Recruiting Hub gegangen, weil es da am Stand von MPC solche schwarzen Mützen gab, und ich wollte einem Bekannten eine mitbringen. Insgesamt war ich heute länger auf der FMX als gestern, ungefähr vier Stunden. Morgen kommt dann der von mir mit Spannung erwartete, eine Stunde lange Vortrag „Using Blender for Movie Production“ von Ton Roosendaal, dem Gründer der Blender Foundation und übermorgen folgt ein Interview mit Ton Roosendaal, auf das ich auch gespannt bin.