Bei Pixomondo

Logo auf der Eingangstür von Pixomondo Stuttgart

Nach einem kurzen Austausch von Emails hatte ich heute die Gelegenheit, das Stuttgarter Büro der oscar-prämierten Visual FX-Firma Pixomondo zu besuchen und mit dem Produzenten Jan Fiedler zu reden.

Nach der Anfahrt mit der S-Bahn und dem Bus stand ich nun also kurz vor 10 Uhr im Kübler-Areal im Stuttgarter Osten, wo sich unter anderem auf zwei Stockwerken in der Ostendstraße 106 die Stuttgarter Niederlassung von von Pixomondo befindet. Nachdem ich mich in ein Buch eingetragen und eine Vereinbarung zur Geheimhaltung sensitiver Daten unterzeichnet hatte, begrüßte mich Jan Fiedler, und nach ein paar Worten begleitete er mich in einen Besprechungsraum, wo ich eine kurze Präsentation über Pixomondo zu sehen bekam.

Ein paar Daten:

Pixomondo beschäftigt weltweit ungefähr 700 Mitarbeiter, die auf sieben Standorte verteilt sind. Die Stuttgarter Niederlassung beschäftigt z. Zt. ca. 65 – 70 Mitarbeiter, was aber projektabhängig schwanken kann. Die einzelnen Standorte sind durch eine Shotgun-Produktionsdatenbank verbunden. Etwaige Schwerpunkte der einzelnen Dependencen gibt es keine; im Prinzip kann jeder Standort alles machen und besitzt auch jeweils eine eigene Renderfarm. An Software wird Maya für 3D eingesetzt, gerendert wird mit V-Ray, und für das Compositing wird Nuke verwendet. Der Arbeitstag bei Pixomondo dauert Jan Fiedler zufolge acht Stunden, was aber auch projektabhängig ist.

Neben der Arbeit an Spielfilmen wie „Hugo Cabret“ (2011), für die Pixomondo einen Oscar erhielt, wird an Serien wie „Game of Thrones“ oder „Star Trek: Discovery“ gearbeitet, außerdem an Werbespots, der sog. Previsualisation (kurz: Previz; im Deutsche kann man das – nicht ganz glücklich – vielleicht mit Prä-Visualisierung übersetzen) und Themen-Parks.

Da ich im Stillen damit gerechnet hatte, im Haus herumgeführt zu werden, war ich doch etwas enttäuscht, als unser Termin schon zu Ende war, nachdem ich meine Fragen gestellt hatte. Der Blick ins Allerheiligste blieb mir also – aus wohl verständlichen sicherheitstechnischen Aspekten – verwehrt. So fiel denn auch meine Ausbeute an Fotos ziemlich bescheiden aus: Außer dem Pixomondo-Logo an der Tür hatte ich keine Gelegenheit, zu fotografieren.

Nun freue ich mich jedenfalls auf die FMX 2018, auf der Pixomondo im Rahmen des Recruiting Hub auch mit einem Stand vertreten sein wird.

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Character Modeling

Schon seit einiger Zeit trage ich mich mit dem Gedanken, character modeling zu lernen. Ich habe da so verschiedene Ideen im Kopf, die ich gerne verwirklichen möchte. Im Wesentlichen geht es mir darum, meine „Schaufenster“-Fotoserie in 3D weiterzuentwickeln. Als Modeling-Software will ich dazu das Open-Source-Programm Blender benutzen, über das ich ja bereits geschrieben habe.

Vor allem liegt mir daran, folgendes Foto – mitsamt den ganzen Reflektionen – in Blender nachzubauen.

Schaufensterpuppe

Um das zu verwirklichen, habe ich mir Blender 2.76b installiert, in den ich mich nun einarbeiten möchte. Als Renderer habe ich mich für V-Ray entschieden, da mir gerade für die ganzen Glaseffekte und Reflektionen der in Blender integrierte Cycles-Renderer nich gut genug erscheint. Ich habe mal zur Probe ein Test-Rendering von einer Glasscheibe gemacht, und das war von der Qualität her nicht so toll.

Darüber hinaus habe ich, um beim Modeling nicht von Null anfangen zu müssen, ein untexturiertes Polygon-Model eines Frauenkopfes entdeckt, das ich als Ausgangsbasis verwenden möchte.

3D-Model

Was V-Ray angeht, habe ich beim Reseller 3Dpowerstore wegen des Preises nachgefragt und hoffe, dass ich mir das in absehbarer Zeit leisten kann.

P. S.: Ich habe inzwischen Nachricht vom 3Dpowerstore erhalten. Das V-Ray-Plug-in für die Linux-Version von Blender ist kostenlos und mit Ubuntu 12.04 getestet. Man muß allerdings kostenpflichtige Render-Nodes dazukaufen. Die kosten für 1 – 4 Render-Nodes € 250,- netto und für 5 – 9 Nodes € 200,- netto.